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Title: Berufliche Gratifikationskrisen, Verausgabungsneigung und Burnout bei ukrainischen Anästhesisten und Intensivmedizinern während der SARS-CoV-2-Pandemie
Other Titles: Professional gratification crisis, overcommitment, and burnout among Ukrainian anesthesiologists and intensive care physicians during the SARS-CoV-2 pandemic
Authors: Böckelmann, Irina
Zavgorodnii, Igor
Litovchenko, Olena
Kapustnyk, Valeriy
Thielmann, Beatrice
Keywords: effort-reward-imbalance
prävention
psychische gesundheit
COVID-19
erschöpfung
2024н/2023
Issue Date: 2023
Publisher: Zentralblattfür Arbeitsmedizin, Arbeitsschutzund Ergonomie
Citation: Berufliche Gratifikationskrisen, Verausgabungsneigung und Burnout bei ukrainischen Anästhesisten und Intensivmedizinern während der SARS-CoV-2-Pandemie / I. Böckelmann, I. Zavgorodnii, O. Litovchenko, V. Kapustnyk, B. Thielmann // Zbl Arbeitsmed. – 2023. – Vol. 73. – P. 64–74. ─ URL: https://doi.org/10.1007/s40664-022-00492-8.
Abstract: Hintergrund: Psychische Belastungen von Anästhesisten und Intensivmedizinern sind vielfältig und komplex. Overcommitment (OC) ist durch eine übersteigerte berufliche Verausgabungsneigung gekennzeichnet, die zu psychischen Beanspruchungsfolgen wie z. B. Burnout führen kann. Die Prävalenz von Burnout bei Intensivmedizinern ist international weit gestreut. Ziel der Studie war es, Verausgabungen und Gratifikationen bei ukrainischen Ärzten der Anästhesie und Intensivmedizin während der SARS-CoV-2-Pandemie zu ermitteln und zu analysieren, wie hoch das Burnout-Risiko in dieser Berufsgruppe ist und welche Assoziationen zwischen der intrinsischen Komponente und der extrinsischen Komponente des Modells der beruflichen Gratifikationskrise und dem Burnout bestehen. Methodik: An der Querschnittsstudie mit der konfirmatorischen Fragestellung im März 2021 nahmen 73 ukrainische intensivmedizinisch tätige Ärzte (47,9 %) und Ärztinnen (52,1 %) teil. Das mittlere Alter lag bei 39,8 ± 10,94 Jahren (Range: 23–78 Jahre). Neben soziodemografischen und berufsbezogenen Daten wurden die berufliche Gratifikation mittels Effort-reward-Imbalance-Fragebogen (ERI) einschließlich der OC-Fragen und das Maslach Burnout Inventory (MBI) erhoben. Die Teilnehmenden der Befragung wurden in Gruppen mit unterschiedlichem OC (< 16 Punkte) und (≥ 16 Punkte) eingestuft und verglichen. Ergebnisse: In die Gruppe mit OC < 16 Punkte konnten 75 % (55) Teilnehmende eingestuft werden, 18 boten ein erhöhtes OC. Zwischen diesen beiden Gruppen fand sich eine signifikante Differenz im Effort (13,9 ± 4,1 vs. 17,2 ± 3,6 Punkte; p = 0,003) und in der ERI-Ratio (0,58 ± 0,2 vs. 0,77 ± 0,2; p = 0,006). In der Gruppe mit OC ≥ 16 waren 50 % der Teilnehmenden mit einer hohen emotionalen Erschöpfung (vs. 12,7 % bei OC < 16; p = 0,002), aber auch 61,1 % mit einer hohen Leistungsfähigkeit (61,1 % vs. 32,7 %; p = 0,005). Insgesamt konnte eine Burnout-Prävalenz von 2,7 % in der Gesamtstichprobe festgestellt werden, wobei die beiden Probanden bei der Gruppe mit OC < 16 vertreten waren. Die höhere emotionale Erschöpfung war mit einer höheren Verausgabungsneigung und Verausgabung (Effort) sowie einer geringeren Belohnung (Reward) assoziiert. Diskussion: Die Studienergebnisse zeigten hohe emotionale Erschöpfung bei Personen mit hohem Overcommitment. Drei Viertel der Befragten zeigten Burnout-Symptome. Aus diesem Grund sollten Gesundheitsförderungsmaßnahmen und Prävention angeboten werden, um den hohen Belastungen während der Pandemie entgegenzuwirken. Diese sollten Verhältnis- und Verhaltensprävention einschließen.
URI: http://repo.knmu.edu.ua/handle/123456789/33790
ISSN: Electronic 2198-0713; Print 0944-2502
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